RAG Sanitätsdienst Rheinland-Pfalz
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04/2017 - Simulationstraining

Simulationstraining am 28. - 29. April 2017

Zu einem ausgedehnten Simulationstraining lud die Reservistenarbeitsgemeinschaft Sanitätsdienst Rheinland-Pfalz (RAG SAN RLP) bei gutem Wetter am letzten Aprilwochenende – 28.04. & 29.04. – in die Südpfalz Kaserne in Germersheim ein. Die Organisation und Durchführung des Simulationstrainings erfolgte eigens durch die RAG unter Führung von OF d.R. Thorsten Magin-Böttche. Insgesamt nahmen neun Teilnehmer verschiedener Einheiten sowie BOS-Angehörige (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) an der Veranstaltung teil.

 

Während nach Beginn der Veranstaltung am Freitagabend um 17.30 Uhr für die Teilnehmer eine theoretische Wiederholungseinheit mit Durchsicht und Erläuterung des Übungsmaterials erfolgte, wurden zeitgleich die Patientendarsteller durch die RND-Einheit (Realistische Notfalldarstellung) der RAG für ihren Einsatz geschminkt und instruiert. Zudem wurden die beiden praktischen Übungsstationen für den Abend auf dem Kasernengelände vorbereitet. Am Samstag folgten dann nach einem stärkenden Frühstück insgesamt 3 weitere praktische Trainingseinheiten, welchen je eine theoretische Unterrichtseinheit zur Vermittlung neuer Kenntnisse vorausging. Dabei lernten die Kursteilnehmer für sie neue Versorgungstechniken, wie z.B. den Umgang und Transport mit einem Spineboard, die Anlage einer Halskrause sowie den Nutzen eines Beckengurts, welche bei den nachfolgenden Übungsstationen auch direkt eingesetzt werden konnten.

 

Ziel dieser praktischen Trainingseinheiten ist es, den Teilnehmern eine möglichst realistische Einsatzsituation zu bieten, damit diese ihre erlernten Fähigkeiten umsetzen und weiter vertiefen können. Dabei ist es natürlich gewollt, den Stresspegel eines jeden Einzelnen sowie den der gesamten Gruppe auf ein hohes Niveau anzuheben. Wer hier glaubt, dass er es mit immer gleichen Verletzungsmustern und Handlungsabfolgen zu tun bekommt, der liegt falsch, denn die Möglichkeiten der geschickten Situationsgestaltung sind vielfältig, wie auch die Teilnehmer am letzten Aprilwochenende leidlich feststellen mussten.

 

Dabei folgen die praktischen Simulationen vom Ablauf her immer dem gleichen Schema. Die Gruppe kontrolliert und übernimmt die benötigte Ausrüstung und begibt sich geschlossen zum Sammelplatz der jeweiligen Station. Dort wird sie von den zuständigen Ausbildern in Empfang genommen und über die fiktive Situation informiert mit dem Ziel: Rettung und Versorgung! Jetzt liegt es bei der Gruppe, wobei hier klare Absprachen, Zuteilungen und Führungsstrukturen unabdingbar sind. Neben vor Schmerzen schreienden Patientendarstellern und stark blutenden Wunden erschweren hier auch diverse Begleitfaktoren wie schlechte Sicht, Trümmer und unwegsames Gelände die Arbeit der Helfer.

 

In der Regel müssen die Teilnehmer um die 30 Minuten – was für diese meist eine kleine Ewigkeit ist – im Fallbeispiel ausharren, ehe der erlösende Abpfiff durch die Ausbilder kommt. Jetzt darf erst einmal in Ruhe durchgeatmet und die Verletztendarsteller von Verbänden u.ä. befreit werden, bevor es dann an die Einsatznachbesprechung geht. Im Kreis aufgestellt erfolgt nun das positive Feedback von Mimen, Ausbildern und der Gruppe selbst, bei dem auch noch mal alle Arten von offenen Fragen angesprochen und geklärt werden können, bevor es dann zur nächsten Ausbildungseinheit geht.

 

Diese direkte Art des Übens sowie die unmittelbaren Rückmeldungen führen bei den Kursteilnehmern zu einem hohen Grad an Eigenreflexion, einer guten Verinnerlichung der erlernten Fähigkeiten und dadurch zu einem optimalen Lerneffekt, was sich in nachfolgenden praktischen Trainingseinheiten meist direkt zeigt.

 

Der Abschluss des Simulationstrainings erfolgte dann am Samstagabend, nachdem alle gestellten Aufgaben abgearbeitet waren. Hierbei konnten die Teilnehmer neben den Feedbackbögen auch nochmals eine direkte Rückmeldung zu den beiden Trainingstagen geben.

 

Das Organisations- und Ausbildungsteam der RAG möchte sich an dieser Stelle nochmals bei allen Teilnehmern und Helfern für die geleistete Arbeit bedanken und freut sich schon auf das nächste Mal.

 

Text & Bilder: B. A. Schäfer

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